Neue Studienergebnisse zum Einsatz von KI in der beruflichen Bildung

Zwischen Entlastung und Entwicklungsbedarf: Die neue BIBB‑Studie zeigt, wie KI heute in der Ausbildung eingesetzt wird – und was es jetzt braucht.

Künstliche Intelligenz ist auch in der beruflichen Bildung angekommen – allerdings nicht überall in gleicher Ausprägung. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Sachstandsberichts des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) aus März 2026, die auf einer Online‑Befragung von Ausbildungsverantwortlichen sowie ergänzenden qualitativen Interviews basieren.

Zentrale Ergebnisse kurz zusammengefasst

KI wird bereits genutzt, vor allem dort, wo sie den Ausbildungsalltag schnell entlastet.

Häufige Einsatzbereiche sind Recherche, Ideenfindung und die Erstellung von Lernmaterialien.

Selten genutzt wird KI bislang für Leistungsbewertung oder Lernverlaufsanalysen.

Für das Bildungspersonal zeigen sich überwiegend positive Effekte:
KI unterstützt insbesondere bei der Vorbereitung und Planung, steigert die Effizienz der Arbeit und erleichtert die Erstellung von passgenauen Lern‑ und Übungsmaterialien. Auch Impulse für eine stärkere Individualisierung werden positiv bewertet.

Die Auswirkungen auf Lernende werden differenzierter eingeschätzt:
Während Selbstorganisation sowie fachliche und praktische Kompetenzen gestärkt werden können, bleibt die gezielte Förderung von kritisch‑reflektiertem Denken eine zentrale Aufgabe.

Ein weiteres zentrales Ergebnis: Der Einsatz von KI scheitert selten an grundsätzlicher Ablehnung. Häufiger spielen fehlende Kompetenzen, Datenschutzunsicherheiten oder unklare Rahmenbedingungen eine Rolle. Als besonders förderlich gelten Austausch, gemeinsames Ausprobieren und klare institutionelle Leitlinien.

KI in der Ausbildung: Was heute genutzt wird – und wo gezielte Weiterentwicklung ansetzt.
KI in der Ausbildung: Was heute genutzt wird – und wo gezielte Weiterentwicklung ansetzt.

Warum aktuelle Forschung für KIckstart Ausbildung so wichtig ist

Aktuelle Studien liefern Orientierung – und zeigen greifbare Ansatzpunkte für die Praxis.

Was bringt uns das konkret?

Die Auswertung der Studie zeigt, wo KI in der Ausbildung bereits sinnvoll eingesetzt wird und in welchen Bereichen noch Entwicklungsbedarf besteht. Sie macht deutlich, dass KI nicht als Ersatz, sondern vor allem als unterstützendes Werkzeug für das Bildungspersonal verstanden wird. Gleichzeitig wird sichtbar, dass die Ausgangslagen in den Einrichtungen sehr unterschiedlich sind.

Es bedarf also keiner Einheitslösung, sondern praxisnaher Ansätze, die sich am individuellen Bedarf orientieren.

 

Welche Unterstützungsbedarfe werden deutlich?

Aus den Ergebnissen der Studie lassen sich klare Bedarfe ableiten:

Kompetenzaufbau im Umgang mit KI

Orientierung bei didaktischen, rechtlichen und organisatorischen Fragen

Austausch und Vernetzung, um voneinander zu lernen

Struktur und Leitlinien, die Sicherheit im Einsatz schaffen

 

Genau hier setzt unser Projekt an:
KIckstart Ausbildung schafft Orientierung, bereitet aktuelle Forschung verständlich auf und fördert den Austausch zwischen Ausbildungsbetrieben. Auf dieser Basis werden praxisnahe Unterstützungsangebote entwickelt, die sich an realen Herausforderungen orientieren – nicht an theoretischen Möglichkeiten.

 

Quelle

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Generative KI in der beruflichen Bildung – Sachstandsbericht, März 2026
Hier online verfügbar.

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